Stellungnahme zu „Neuer Anlauf für den Kletterwald“

 (Artikel in der HA vom 31.01.2013)

„Die Stadt Herten hält das Vorhaben aus Sicht der Wirtschaftsförderung, des Tourismus und des Naturschutzes für „verträglich“.“ Zitat Baurat Lindner. Wie kann ein zerstörter Buchenwald, eine plattgetretene Strauchschicht und vertriebene Vogel- und Amphibienarten als „verträglich“ mit dem Naturschutz genannt werden. Gemeinsam mit NABU und BUND haben die Hertener GRÜNEN auf einer Veranstaltung mit Forest Adventures im August 2011 darauf hingewiesen, dass die Errichtung eines Kletterparks im Katzenbusch nicht nur die Natur schädigt, ebenfalls werden die Anwohner durch zunehmenden Straßenlärm und erhöhtes Verkehrsaufkommen belästigt. Jägerstraße und Katzenbuschstraße sind 30er-Zonen.  Doch für den Tourismus ist Herrn Baurat nichts heilig. Auch die Ruhestörung des Friedhofes nicht, denn auch dadurch fühlten sich viele Friedhofsbesucher belästigt.

Im Sommer letzten Jahres habe ich mir den Kletterwald in Wetter angesehen, welcher ebenfalls von Forest Adventures betrieben wird. Die Müllberge waren eine Sehenswürdigkeit. Ebenso die Menge an parkenden Autos. Soviel Raum für Parkplätze gibt der Randstreifen am Hertener Sportplatz nicht her.

Bilder vom Kletterpark Wetter. Fotos: M. Herrmann

Bilder vom Kletterpark Wetter. Fotos: M. Herrmann

kletterpark wetter

Nach der Veranstaltung in 2011 versprach der Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung, Ralf Terpoorten, die GRÜNEN zu informieren, sobald neue Erkenntnisse eingehen würden. Bisher haben wir nichts mehr von ihm gehört. Wie wir vom Umweltministerium erfahren haben, wurde der Vorhabenträger seitens der Stadt aufgefordert, sämtliche zur Bewertung der Umweltbelange notwendigen Unterlagen, einschließlich eines qualifizierten artenschutzrechtlichen Gutachtens zu erstellen.

Als Mitmachstadt betitelt sich die Stadt Herten selbst, das nun angekündigte Schnellverfahren führt den Titel ad absurdum, denn gegensprechen kann hier niemand. Mitmachen heißt also, im Strom der Regierenden mitschwimmen. Die Hertener GRÜNEN waren und sind nach wie vor gegen den Park. Wirtschaftlichen Nutzen wird die Stadt kaum haben, wenn gerade einmal eine Hand voll Saisonkräfte eingestellt werden. Aber was tut man nicht alles für’s Prestige. Bleibt zu hoffen, dass die Gegenstimmen schnell hohe Wellen schlagen. Wir geben unser Bestes.

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