Fracking

Was ist Fracking?

Fracking ist die unkonventionelle Förderung von Erdgas. Hierbei werden keine großen Gasvorkommen erschlossen, wie es etwa bei Gasförderanlagen in der Nordsee der Fall ist, sondern es wird mit Hilfe eines Cocktails aus verschiedenen Chemikalien in Gesteinsschichten gebundenes Gas gelöst und dann zur Oberfläche gefördert.

Fracking ist äußerst umstritten, da die in das Gestein und den Boden eingebrachten Chemikalien gesundheitsschädlich sind und eine Kontaminierung des Grundwassers nicht ausgeschlossen werden kann. Dies kann eine Gefahr für die Trinkwasserversorgung bedeuten.

Fracking ist zudem äußerst kostenaufwändig und kann nach Expertenmeinung keine größere Rolle in der Umsetzung der Energiewende in Deutschland spielen.

Rechtsgutachten zeigt Mängel beim Fracking-Gesetzentwurf der Bundesregierung auf

Nur drei Wochen, nachdem die Bundesregierung ihren geplanten Gesetzentwurf zum Fracking aufgrund vieler Proteste kurzfristig auf Eis gelegt hatte, liegt jetzt ein neuer Regierungsentwurf vor.Ein von den Grünen im Bundestag in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten kommt  zu dem Schluss, dass auch dieser neue, angeblich verschärfte Gesetzentwurf die Anwendung der umstrittenen Gasfördermethode in Deutschland  nicht verhindern wird.

Zu den entscheidenden Mängeln des Gesetzentwurfs gehört, dass er ein Verbot von Fracking nur in Wasserschutzgebieten vorsieht, keinerlei Beschränkungen in Bezug auf die beim Fracking eingesetzten Chemikalien festlegt und nicht einmal die Offenlegung der verwendeten Chemikalien und deren Mengen vorschreibt.

Oliver Krischer, energiepolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, spricht von einem Frackingfördergesetz, schließlich unterliegen 86% der Fläche Deutschlands nicht dem Wasserschutz und hier wäre dann Fracking überall grundsätzlich möglich.

Das Beispiel Haltern

Für Haltern heißt das, dass auf zwei Dritteln der Stadtfläche Fracking nicht ausgeschlossen wäre –entsprechende Anträge auf Genehmigung zur Erkundung von Fracking-tauglichen Gasvorkommen im Boden unter unserem Stadtgebiet liegen bereits vor, der Rat wird in Kürze dazu Stellung nehmen müssen.Der vorliegende Gesetzentwurf der Bundesregierung bedient einseitig die Industrieinteressen und behandelt den Grundwasserschutz nachrangig. Erforderlich wäre hingegen die Festschreibung einer  absoluten Priorität für den Grundwasserschutz sowie ein vollständiges und flächendeckendes Verbot der Einbringung von wassergefährdenden Fracking-Chemikalien in den Boden.

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