Konzern Herten
Finanzen
Die Einnahmesituation der Stadt Herten ist negativer als in Vergleichskommunen
Ein Einnahmepotential ist durch eine Anhebung der Realsteuerhebesätze auf den Mittelwert der Nachbarkommunen mglich.
Im interkom. Vergleich liegt die Gesamtverschuldung oberhalb des Mittelwertes.
Problematisch ist der deutliche Anstieg der Kassenkredite.
Die Kassenkreditquote ist von ca. 40% im Jahr 2004 auf ca. 70% im Jahr 2007 gestiegen.
Bis Ende des Planungszeitraums steigen die Kassenkredite weiter.
Personal
Die Personalausstattung hat sich im Betrachtungszeitraum um rund 30 Stellen erhöht.
Der Kennzahlenwert von 9,49 liegt deutlich ber dem letzten Prüfwert von 8,82.
Der Mittelwert liegt bei 9,25.
Nimmt man die Bereiche Kindertageseinrichtungen, Feuerwehr, Rettungsdienst, Gebudereinigung und ALG II raus liegt der Wert bei 6,87, der Mittelwert bei 6,71.
Aufgrund der Haushaltslage ist es notwendig die Konsolidierungsbestrebungen zu intensivieren.
Es sollte hier eine deutlich unterdurchschnittliche Personalquote angestrebt werden.
Eine Reduzierung von Leistungen und Standards ist notwendig um Verringerung des Personalbestandes zu erreichen.
Jugend
Der Zuschussbedarf des Jugendamtes liegt unterdurchschnittlich, seit 2005 steigt er leicht.
Der Zuschuss der Hilfe zur Erziehung steigt.
Im Bereich Kinderschutz ist Herten gut aufgestellt und erfllt die Anforderungen an den Schutzauftrag.
Gebäudewirtschaft
Hier gibt es einige Optimierungsmglichkeiten
Eine regelmäßige Erfassung und Kontrolle der Energieverbruche sollte installiert werden und ein Berichtswesen eingerichtet.
Die Gebäudereinigung erfolgt durch eigene Reinigungskräfte, das Ausgabenniveau liegt deutlich über dem Benchmark der Fremdreinigung.
Die Eigenreinigung msste daher sukzessive zurckgefahren werden.
Die Erhöhung der Zahl der Hausmeister führt ebenfalls zu einem Anstieg der Kosten und liegt somit über dem Ausgabenniveau.
Das Flächenmanagement ist intensiver zu durchleuchten.
Auf Grund des demografischen Wandels sind die Bedarfe anzupassen.
Dazu zählen auch die flächenintensiven Schulen.
Der Flächenberhang muss im Schulentwicklungsplan entsprechend berücksichtigt werden.
Anpassung der Schulflächen an die stark rückläufigen Schülerzahlen.
Bauleistungen
Um korruptionsgefährdete Bereich zu Schützen ist es empfehlenswert die Submissionsstelle um eine Submissions- und Vergabestelle zu erweitern.
Die Erstellung einer Vergabedatenbank ist wichtig.
Infrastruktur
Sanierungsstau bei den Gemeindestraßen besteht.
Alle Baumanahmen sollten durch ein Controlling inkl. Berichtswesen gesteuert werden.
Leistungsbezogene Kennzahlen zur Wirtschaftlichkeit sollten regelmäßig ausgewertet werden.
Auf der Basis von Wirtschaftlichkeitsberechnungen sollte geprüft werden, bei welchen Leistungen eine Fremdvergabe sinnvoll ist.
Die Kostenrechnung beim ZBH sollte um eine Leistungsrechnung erweitert werden.
Die Ausgaben für die Straßenleuchten liegen oberhalb des interkommunalen Durchschnitts.
Eine Reduzierung der Ausgaben ist durch eine Verminderung der Leuchtenstandorte möglich.
Susanne Fiedler
Mitglied des Rates der Stadt Herten
Bündnis 90/ Die Grüne